Die Kiel-Göteborg-Fähre der Stena Line dreht majestätisch in der Förde, ihre weiße Flanke leuchtet im Sonnenlicht, während sie nach der Hafenwende Kurs auf Schweden nimmt. Die Schrauben wirbeln das Wasser zu weißen Gischtstreifen auf, und ein sanfter Wind trägt das tiefe Brummen der Maschinen über die Förde. Hoch über dem Deck flattern bunte Flaggen in der Brise, als wollten sie die bevorstehende Reise nach Schweden feierlich begrüßen.
Ein Segler folgt in dynamischer Richtung, das weiße Segel straff im Wind, als wolle er das große Schiff noch ein Stück begleiten. Sein Rumpf schneidet die Wellen mit einer spielerischen Leichtigkeit, die im Kontrast zu der gewaltigen Masse der Fähre steht. Die beiden Schiffe, so unterschiedlich in ihrer Erscheinung, teilen dennoch dieselbe Sehnsucht nach dem offenen Meer und der Weite des Horizonts.
Im Hintergrund wacht der mächtige Portalkran der HDW über die Szene, seine stählerne Silhouette klar umrissen vor dem strahlend blauen Himmel. Ein Sinnbild für den Kieler Hafen und seine jahrhundertealte Tradition als Tor zur Welt. Die Kräne recken sich wie stumme Zeugen in die Höhe, die vom Aufbruch und Heimkehr erzählen, von Werftarbeitern und Schiffen, die hier in Kiel geboren wurden.
Der Himmel spannt sich weit über die Förde, durchzogen von sommerlichen Wolken, die langsam gen Norden ziehen. Die Sonne taucht die Szenerie in warmes Licht, und die See glitzert wie ein Teppich aus Silber und Blau. Es ist der Beginn einer Reise – voller Versprechen und Fernweh, getragen vom Wind und der Beständigkeit des Meeres.