Die Color Fantasy gleitet majestätisch durch die Kieler Förde, ihr dunkelblauer Rumpf schneidet sanft durch das Wasser, während bunte Flaggen in der leichten Brise tanzen. Festlich geschmückt, als Zeichen der Anteilnahme an den Feierlichkeiten der Kieler Woche, wirkt sie wie ein schwimmender Palast, der zwischen Kiel und Oslo ein wichtiges Band knüpft – eine Verbindung zweier traditionsreicher Hafenstädte, die vom Salz der See und der Freiheit des Windes erzählen.
Ein kleiner Segler kreuzt mutig vor dem mächtigen Schiff, sein weißes Segel vom Wind gespannt, als wolle er dem Koloss einen Gruß zurufen. Nicht weit entfernt gleitet ein Traditionssegler Richtung Hörn, sein hölzerner Rumpf glänzt im Sonnenlicht und die Masten ragen stolz in den Himmel. Ein Bild der Harmonie aus Vergangenheit und Gegenwart – der flirrende Luxus des Fährschiffes und die stille Würde des alten Seglers, vereint auf der offenen Wasserfläche.
Über all dem wölbt sich ein Himmel von tiefem Blau, durchzogen von sommerlichen Wolken, die wie Wattebäusche in der Höhe treiben. Die Wolken ziehen langsam gen Norden, als wollten sie die Fähre auf ihrer Reise begleiten, und ihre Schatten spielen sanft über die glitzernde Förde.
Die Luft ist erfüllt vom Rufen der Möwen und dem leisen Plätschern der Wellen, während die Color Fantasy immer weiter Richtung offenes Meer zieht. Ein tägliches Ritual, das dennoch nichts von seinem Zauber verloren hat – die Freiheit des Meeres und die Weite des Himmels in jedem Augenblick spürbar.