Majestätisch gleitet die „Mein Schiff 7“ vom Ostseekai im Kieler Hafen ab, ihre tiefblaue Flanke glänzt im Sonnenlicht und spiegelt sich sanft in den Wellen.
Viele Passagiere stehen dicht gedrängt an den Relingen, ihre Gesichter voller Erwartung und Vorfreude auf die Reise nach Norden, dorthin, wo die Fjorde wie stille Gemälde zwischen den Bergen liegen und das Licht der Polarsonne das Meer in silbrige Bahnen taucht.
Ein tiefer Hörnerklang erschallt und hallt kraftvoll über die Kieler Förde, als wolle das Schiff selbst seinen Aufbruch verkünden.
Die rot-weißen Rettungsboote entlang der Decks schimmern wie Perlenketten, bereit, die Passagiere zu schützen, während die großen Panoramafenster die Sonne einfangen und das Deck in warmes Licht tauchen.
Im Hintergrund wacht der mächtige Portalkran der German Naval Yards wie ein stählerner Wächter über die Szene, ein Symbol für die jahrhundertealte Tradition des Schiffbaus in Kiel. Die Werfthallen und Kräne bilden einen stillen Kontrast zu dem glitzernden Luxus des Kreuzfahrtschiffes, als wollten sie an die Arbeit und das Handwerk erinnern, die nötig waren, um diesen Giganten zu bauen.
Langsam zieht die „Mein Schiff 7“ hinaus auf die offene See, ihre Bugwelle schäumt bald weiß gegen das Dunkelblau der Förde. Die Sonne steht hoch am Himmel, Wolken treiben wie Segel darüber hinweg, und der Wind trägt die Gedanken schon hinaus auf die Weite des Meeres. Eine Reise beginnt – voller Versprechen und unbekannter Horizonte, getragen von der Sehnsucht nach Freiheit, Ruhe und dem Rufen der See.